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FASZINATION DER »SCHÖNEN WILDEN«

Das Roemer- und Pelizaeus-Museum präsentiert exklusiv rund 250 ausgewählte Objekte aus den Inselwelten des pazifischen Ozeans. Sie geben einen Einblick in die von Umbrüchen gekennzeichneten Kulturen der Südsee während der Kolonialzeit. Im Mittelpunkt stehen kostbare Gegenstände, die den Betrachter mit ihrer Materialvielfalt und reichen Ornamentik in den Bann ziehen.

Die Sehnsucht nach dem Ursprünglichen trieb auch zahlreiche Künstler an das andere Ende der Welt. Die paradiesische Faszination des »schönen Wilden« spiegelt sich vor allem in den Gemälden, Aquarellen und Lithographien von Emil Nolde und Max Pechstein wider, die in der Hildesheimer Ausstellung den ethnologischen Objekten gegenübergestellt werden.

Daneben lockte die deutsche Südsee-Kolonie Händler, Missionare, Beamte und Kapitäne in den Pazifik. Unter dem Ausstellungstitel »Fidschi-Machens – Ein Hildesheimer in der Südsee« wird im Stadtmuseum die Rolle Deutschlands in der Südsee beleuchtet. Im Mittelpunkt steht Conrad Machens, der 1878 nach Australien auswanderte und von 1881 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Großkaufmann auf den Fidschi-Inseln lebte. Neben dieser Tätigkeit trat er auch als Sammler hervor und brachte zahlreiche kostbare Textilien nach Hildesheim.

Die einzigartige Konzeption der Hildesheimer Sonderausstellungen entführt den Besucher in die fremden Welten des Pazifiks und entschlüsselt das bis heute eher vom Mythos als von der Wirklichkeit geprägte Südsee-Bild.



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